Notlage - Trockenheit: Rinder müssen von den Weiden abgetrieben werden.

Veröffentlichungsdatum27.07.2026Lesedauer3 MinutenKategorienGemeindenews
Eine Gruppe von Menschen, die um eine Kuh herum stehen

Normalerweise weiden 67 Kalbinnen von Ende April bis Mitte Oktober auf der Ober Burgstallweide in St.Oswald. „Heuer mussten bereits am 22. Juli alle Tiere von den Besitzern abgeholt werden. Aufgrund der extrem langanhaltenden Trockenheit und Hitze wächst kein Gras mehr auf den Weiden und es gibt zu wenig Wasser,“ so Weideobmann Christian Tober.

Nicht nur in der Weidegenossenschaft, die 1912 gegründet wurde, sondern auch viele Bergbauern in der Region sind extrem betroffen: „Die Wiesen sind braun wie die Äcker!“

"Auf unseren Wiesen wächst seit Wochen nichts mehr. Wenn es die nächsten zwei Wochen nicht ergiebig regnet, dann ist es richtig schlimm“, sagt Ortsbauernrat Josef Schauer.  "Dann wird es eng mit dem Futter für unsere Tiere, weil auch der Silomais zum Wachsen aufhört und die Kolbenbildung aussetzt.

„Heuer ist es ganz schlimm, weil seit dem Frühjahr und Sommer extreme Hitze und Trockenheit bei uns herrscht. „Es ist ärgerlich zu beobachten, wenn die wenigen Gewitter im Norden über den Weinsberger Wald oder im Süden entlang der Donau durchziehen oder von Westen kommend sich in der benachbarten Gemeinde Waldhausen plötzlich auflösen,“ meint geschäftsführender Gemeinderat und Biobauer Leopold Brandstetter. „Die Silo- und Heuernte ist beim 1. und 2.Grünlandschnitt um 50 Prozent weniger!“

Wenn die Kühe, Schafe und anderen Tiere wegen der Trockenheit nicht auf den Wiesen grasen können, weil nichts mehr wächst, müssen die Betriebe auf die Wintervorräte zugreifen und teures Futter zukaufen.

„Rinderbestände werden bereits reduziert. Die Schlachtpreise fallen stark aufgrund des Überangebotes an Kühen“, bestätigt Gottfried Fischl, ein trockenheitserprobter Bergbauer vom Ober Gsoller-Hof.

„Trocken ist es in vielen Regionen im Land – aber in den letzten zwölf Monaten waren in St.Oswald 10 Monate unter den langjährigen Niederschlägen,“ erzählt Johann Wimmer, der seit 45 Jahren täglich die Wetterstation des Landes NÖ in St.Oswald betreut. 

In der Gemeinde St.Oswald und Umgebung suchen, baggern und bohren die Bauern nach Trinkwasser, einige Höfe werden von der Feuerwehr mit Nutzwasser mehrmals versorgt. – Und die nächste extreme Hitzewelle wird bereits für den August vorhergesagt!

Eine Gruppe von Menschen, die um Kühe herumstehen

Foto von Leo  Baumberger beim Weideabtrieb: Klemens Aigner (von links), Sebastian Fischl, Lukas Brandstetter, Josef Schauer, Gottfried Fischl, Christian Tober, Teresa Schauer, Manuel Leonhardsberger, Anton Fischl, Regina Schauer, Paul Steinkellner und Leopold Brandstetter.

  • Die Region in und um St.Oswald ist besonders betroffen: Wiesen sind weit Wochen braun!

Eine Gruppe von Kühen, die auf einem Feld grasen

Aufgrund der extremen Trockenheit wird jetzt Mitte Juli vielerorts die Weidehaltung eingestellt. Die Tiere werden nun mit Wintervorräten versorgt.

Eine Person, die neben Kühen auf einer Wiese steht

Eine Kuh, die auf einem Feld steht

Eine Gruppe von Kühen, die auf einem Feld grasen

ein Feld mit Bäumen im Hintergrund

Ein Feld mit trockenem Gras

ein großes Feld mit Bäumen und Bergen im Hintergrund

ein großes Feld mit Bäumen und Bergen im Hintergrund

Kühe fressen Heu im Gehege

Die geringen Wintervorräte müssen nun zur Fütterung der Tiere verwendet werden!

Eine Reihe runder Heuballen

Eine Gruppe von Bäumen mit blauem Himmel

Auch der Wald leidet zunehmend an der langanhaltenden Trockenheit und der extremen Hitze

Ein Feld mit Bäumen und blauem Himmel

Ein Diagramm mit roten Rechtecken mit Zahlen und einigen roten Rechtecken

Fotos vom 16. Juli 2026 aufgenommen im Kleinen Yspertal in St.Oswald im Südlichen Waldviertel - Leo Baumberger